Translate

Dienstag, 10. September 2019

Die größte hinduistische Tempelanlage in Südostasien

 Die Prambanan Tempelanlage befindet sich 17 km nordöstlich von Yogyakarta. Sie wurde im neunten und zehnten Jahrhundert unter König Balitung Maha Sambu aus der Sanjaya-Dynastie erbaut.  Die über 200 Tempel fielen Mitte des 16. Jahrhunderts einem Erdbeben zum Opfer und noch im 19. Jahrhundert  benutzte man die Steinquader zum Straßenbau. Heute gehören die erhaltenen Tempel zum UNESCO Weltkulturerbe. Das parkähnliche Gelände umfasst auch kleinere buddhistische Tempel.
Der buddhistische Tempel Candi Sewu
Eine Wächterfigur
Die große hinduistische Tempelanlage weist einen Mandala-Grundriss auf. Im Zentrum steht ein 40 m hoher Tempel, der dem Gott Shiva - Gott der Zerstörung und Erneuerung - gewidmet ist. Neben dem Haupttempel liegen rechts, beziehungsweise links, die Tempel für den Gott Brahma und dem Gott Vishnu. Die umliegenden kleineren Tempel gehören zu den Begleittieren der Götter: Candi Nandi für Shivas Kuh, Candi Angsa für Brahmas Schwan und Candi Geruda für Vishnus Vogel (Das Wappentier Indonesiens).
Beginnend mit dem Shiva-Tempel werden in zahlreichen Reliefs Szenen aus dem Ramayana dargestellt.








Montag, 9. September 2019

Borobudur, Ein gigantischer, buddhistischer Tempel







Rund 42 km nordwestlich von Yogyakarta liegt das größte buddhistische Monument der Welt. Es ist ein riesiger Stupa mit Mandala-Grundriss. Er wurde zwischen 750 und 840 von der Sailendra- Dynastie errichtet. Man vermutet, dass zur Errichtung des quadratischen Stufenbaus rund 10.000 Arbeiter erforderlich waren. Das Sailendra-Reich  wurde 856 von hinduistischen Fürsten abgelöst und der Borobudur wenig später durch einen Ausbruch des Vulkans Merapi für fast 1000 Jahre halb verschüttet.
In Ermangelung eines Innen-Raums wird der Borobudur umrundet, wobei seine Ebenen der Dreiteilung des Kosmos entsprechen. Auf einigen Stufen stellen plastische Reliefs vielfältige Szenen dar zum Beispiel das Leben des Buddha und der Sailendra-Aristokraten. Im Uhrzeigersinn und Stufe um Stufe läuft man also einen 5 km langes Bilderbuch ab.


 Wir sind morgens um 5:00 Uhr von unserem Hotel abgeholt worden. Mit einem Minibus ging es mit rasender Geschwindigkeit in Richtung des Monumenten Parks. Um 6:00 Uhr waren wir an der Kasse. Die Sonne stand noch nicht so hoch, so dass wir noch einige schöne Sonnenaufgangs-Bilder machen konnten. Ich - Michael - bin dann die ganzen 5 km von Stufe zu Stufe abgelaufen und habe mir viele der Reliefs angesehen. Die Darstellung des Buddha dominierte verständlicherweise. Die Auswahl an Halbreliefs, die ich fotografiert habe, sind also eher untypisch. Leider war Markus so fiebrig, dass er auf der Bank vor dem Borobudur  geschlafen hat, nachdem wir einmal die Spitze der Stupa erklettert hatten.







Yogyakarta 2: Das Wasserschloß

Dekorativ der obere Teil des Eingangstores des Lustgartens

 Schön anzusehen, war im Anschluss an den Palast das sogenannte Wasserschloss. Dazu schreibt unser Reiseführer: Südwestlich des Kraton liegen die Reste des 1758-1765 angelegten Wasserschlosses. Ursprünglich eine Art Lustgarten mit 59 Gebäuden. Gut erhalten beziehungsweise restauriert ist davon nur der Bereich um den zentralen Badeplatz. Der Rest liegt in Ruinen oder ist von Wohnhäusern überbaut. - Interessant war der Weg durch einen  unterirdischen Tunnel, der im Belagerungsfall als Fluchtweg diente.



Drei Becken gibt es zu bewundern: einmal für die Kinder und Frauen des Sultans, dann für die Konkubinen und durch das Haus getrennt das Schwimmbecken des Sultans.
Vieles erinnert hier an die Alhambra

Sonntag, 8. September 2019

In Yogyakarta - Der Sultanspalast


Yogyakarta, 7.9.2019. 
Am Sonntag sind wir früh aufgestanden und mit einem Grap-Taxi ins Zentrum gefahren - in den Städten bewegt der Tourist sich überwiegend so. Wir besuchten die Palastanlage des amtierenden Sultans, der zugleich der Gouverneur der Sonderzone Yogyakarta ist. Die Anlage liegt im Kraton, dem Wohn- und Arbeitsbereichs des Adels. Die meist ca. 100 Jahre alten einstöckigen Gebäude nehmen sich für einen Palast eher dezent aus. Unsere deutschsprachige Führerin meinte, dass der Sultan „bodenständig“ sei. In den Häusern, eingerichtet wie Museen, sind Objekte ausgestellt, die mit dem Leben der Sultans-Dynastie zu tun haben.
Während der Besichtigung sahen und hörten wir uns zwei unterschiedliche Tanz- und Musikaufführungen an. Bei dem ersten handelte es sich um einen höfischenTanz, bei dem die Macht des Sultans in Litaneien besungen wurde. Beim zweiten Tanz wurde mehr szenisch gespielt und Episoden aus einem indischen Epos dargestellt.

Der Eingangsbereich des Sultanpalastes
Ein Porträt des Sultans: die spitzen Ohren sind ein Zeichen für Weisheit.
Ein Musiker des Gamelan-Orchesters
Eine Tänzerin des klassisch höfischen Tanzes.

Tanzszene aus dem Ramayana

Samstag, 7. September 2019

Green Valley und Green Canyon

Im Grünen Canyon - Organisierter Tagesausflug mit Motorrädern von Pangandaran aus

Über  den Fluss zum Beginn der Schlucht

Stopp für die Boote: Es ging schwimmend und kletternd durch die tief eingeschnittene Schlucht.
Die  Fotos zeigen den zweiten Teil unseres Ausflugs zum Green Valley beziehungsweise zum Green Canyon.  Mit den Rollern sind wir zur Anlegestelle eines Flusses gefahren. Von dort ging es in Booten bis zum Eingang einer Schlucht. Mit einem Sprung war man in einem Wasserbecken und bewegte sich dann schwimmend und kletternd weiter.  Mutige wie Markus sprangen aus großer Höhe von einem Felsen in den Fluss. Die Schlucht war zum Teil tief eingeschnitten, man sah Stalaktiten ähnliche Felsen und über den Köpfen viele tropische Grünpflanzen. Eine filmreife Kulisse!
Vom spektakulären ersten Teil des Tagesausflugs gibt es keine Fotos, weil es in Badekleidung vorwiegend schwimmend durch das Flusstal ging. Einige Leute aus der Reisegruppe machten Fotos mit der Unterwasserkamera, leider haben wir nie ein Bild erhalten.